Die 14 Hauptallergene: Liste für die Gastronomie + Tabelle (2026)
Von René Ebert & Sanjaya Pattiyage · · 6 Min. Lesezeit · migrations-altsite
Nur diese 14 sind kennzeichnungspflichtig. Häufige Unverträglichkeiten wie Histamin, Fruktose oder Glutamat gehören nicht dazu — sie müssen nicht ausgewiesen…
Die 14 Hauptallergene — Tabelle (LMIV Anhang II)
Hinweis: Der Buchstaben-Code (A–N) ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, hat sich aber als Branchenstandard etabliert. Viele Gastronomen kennzeichnen auf der Speisekarte „Allergen A, G, H" statt der Langnamen — mit einer Legende am Ende der Karte.
Häufige Fragen
Wie viele Allergene müssen Gastronomen kennzeichnen?
Aktuell 14 Hauptallergene gemäß Anhang II der EU-Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV, VO 1169/2011). Diese Liste ist seit Dezember 2014 verbindlich und gilt EU-weit. Sie wird vom EU-Gesetzgeber gelegentlich überprüft — zuletzt wurde diskutiert, ob weitere Stoffe aufgenommen werden sollen (Stand 2026: unverändert, weiterhin 14).
Muss ich auch Spurenverunreinigungen von Allergenen kennzeichnen?
Nein, Spurenangaben sind freiwillig. Wenn jedoch ein reelles Kontaminationsrisiko in deiner Küche besteht (z. B. Nüsse werden auf demselben Schneidebrett verarbeitet), ist eine Spurenhinweis-Klausel rechtlich und haftungstechnisch empfehlenswert. Sie schützt dich im Fall einer allergischen Reaktion eines Gastes.
Welches Allergen ist in der Gastronomie am häufigsten relevant?
Gluten (Allergen A) ist in der Gastronomie am häufigsten relevant — es steckt in Mehl, Pasta, Brot, Bier und vielen Soßen. An zweiter Stelle folgt Milch/Laktose (G), das in fast allen Kaffeespezialitäten, Saucen, Desserts und Käsegerichten vorkommt. Sesam (K) ist besonders relevant für Imbisse und Asia-Restaurants.
Gilt die Allergenkennzeichnungspflicht auch für meinen Lieferservice?
Ja, vollständig. Ob du im Restaurant servierst, über Lieferando lieferst oder einen eigenen Online-Webshop betreibst — die LMIV gilt für alle Vertriebswege. Für Online-Bestellsysteme bedeutet das: Allergen-Tags müssen pro Produkt hinterlegt und für den Gast sichtbar sein, bevor er bestellt.
Was passiert, wenn ich keine Allergene auf der Speisekarte habe?
Es drohen Bußgelder nach dem LFGB, im Wiederholungs- oder schweren Fall bis in den hohen vierstelligen bis fünfstelligen Bereich. Kommt es zu einem allergischen Schock eines Gastes, tritt straf- und zivilrechtliche Haftung hinzu. Die genauen Bußgeldrahmen und Rechtsgrundlagen sind im verlinkten LMIV-Compliance-Artikel ausführlich beschrieben. Gastro Master pflegt Allergen-Tags automatisch in deiner Online-Speisekarte und Gäste-App — kein manuelles Aktualisieren bei jeder Rezepturänderung. Gäste sehen die Allergene direkt beim Bestellen. Jetzt kostenlos testen →