Gastronomie Software 2026: Welche Tools braucht dein Restaurant?
Von René Ebert & Sanjaya Pattiyage · · 9 Min. Lesezeit · migrations-altsite
Die richtige Gastronomie Software entscheidet heute mit darüber, ob ein Betrieb wirtschaftlich läuft — nicht nur die Küche. Zwischen Kassensystem…
Die 6 Software-Kategorien auf einen Blick
Gastronomie Software lässt sich in sechs Kategorien einteilen — zwei davon sind gesetzlich Pflicht, der Rest hängt vom Betriebstyp ab. Diese Übersicht zeigt, was du wirklich brauchst:
Häufige Fragen
Welche Software braucht ein Restaurant unbedingt?
Pflicht sind ein TSE-zertifiziertes Kassensystem und eine Buchhaltungssoftware — beides ist gesetzlich gefordert. Dringend empfohlen ist außerdem ein Bestellsystem für Online-Bestellungen, weil jede Bestellung über Lieferando 13–30 % Provision kostet, während ein eigenes System 0 % kostet. Ab drei Mitarbeitenden lohnt sich zusätzlich eine Personalplanung-Software. Reservierungssystem und Warenwirtschaft sind optional und rechnen sich erst ab einer bestimmten Betriebsgröße.
Was kostet Gastronomie Software pro Monat?
Als Faustregel gilt: 3–5 % des Monatsumsatzes für alle digitalen Tools zusammen. Konkret: Kassensystem 0–200 €, Bestellsystem 0–100 €, Personalplanung 50–90 €, Buchhaltung 18–30 €. Ein kleines Restaurant kommt oft mit 50–150 € im Monat für alle Pflicht-Tools aus — vorausgesetzt, es nutzt kein teures Lieferando, das allein schon 13–30 % vom Bestellumsatz abzieht.
Gibt es kostenlose Gastronomie Software?
Ja, für einzelne Kategorien. SumUp bietet eine kostenlose Basis-Kasse (Transaktionsgebühr statt Monatsgebühr). Excel oder Google Sheets funktionieren als Dienstplan bis etwa fünf Mitarbeitende. Google-Formulare können Reservierungsanfragen auffangen. Der Haken: Kostenlose Einzellösungen kommunizieren nicht miteinander, was zu Mehraufwand bei der Datenpflege führt.
Was ist der Unterschied zwischen Kassensystem und Bestellsystem?
Ein Kassensystem verarbeitet Zahlungen am Tisch oder Tresen und ist TSE-pflichtig. Ein Bestellsystem nimmt Online-Bestellungen zur Abholung oder Lieferung entgegen — ohne TSE-Anforderung, dafür mit Provisions-Modellen (Lieferando) oder 0 % (eigenes System). Viele Betriebe brauchen beides: die Kasse für den Saalbetrieb, das Bestellsystem für Außer-Haus-Umsatz.
Welche Gastronomie Software ist die beste?
„Die beste" gibt es nicht — es kommt auf Betriebstyp und Größe an. Für Betriebe, die Kassensystem, Bestellsystem und Speisekarte ohne Schnittstellenprobleme wollen, sind integrierte Lösungen besser als drei Einzeltools. Für reine Tischrestaurants ohne Lieferung ist ein gutes Kassensystem plus Reservierungssystem oft ausreichend. Buchhaltungssoftware und Personalplanung sind in beiden Fällen separat zu wählen, da hier Steuerberater-Anforderungen entscheidend sind. Kassensystem, Bestellsystem und Speisekarte aus einer Hand?