GloriaFood stellt zum 30. April 2027 den Betrieb ein (Hintergrund dazu in GloriaFood wird eingestellt: Das musst du jetzt wissen). Wenn du dich bereits für den Wechsel entschieden hast — egal zu welchem Anbieter (siehe auch unseren GloriaFood-Alternativen-Vergleich) — bleibt die praktische Frage: Wie kommst du von A nach B, ohne dass ein einziger Gast den Wechsel überhaupt bemerkt?
Dieser Beitrag ist eine konkrete Anleitung. Keine Theorie, sondern eine Checkliste, die du Schritt für Schritt abarbeiten kannst — geschrieben vom Team hinter Gastro Master, das genau diesen Wechsel regelmäßig mit Restaurants durchführt, die von Widget-Lösungen wie GloriaFood zu einem eigenen System umsteigen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Sichere deine Daten zuerst, entscheide danach — Speisekarte, Kundenliste und Bestellhistorie solltest du exportieren, auch wenn die neue Lösung noch nicht feststeht.
- Ein Parallelbetrieb von 1–2 Wochen deckt die meisten Fehler auf, bevor ein echter Gast sie bemerkt.
- Die Speisekarte ist der aufwendigste Teil — plane dafür bewusst Zeit ein, besonders bei vielen Varianten und Allergen-Angaben.
- Google Business, Social Media und QR-Codes müssen mit umgezogen werden — sonst führt der alte Bestell-Link nach der Umstellung ins Leere.
- Realistischer Zeitrahmen: 3 bis 5 Wochen von der ersten Vorbereitung bis zum vollständigen Umstieg.
Inhaltsverzeichnis
- Bevor du startest: Was du aus GloriaFood exportieren solltest
- Schritt 1 — Datenexport
- Schritt 2 — Neues System vorbereiten
- Schritt 3 — Speisekarte übertragen
- Schritt 4 — Parallelbetrieb testen
- Schritt 5 — Umschalten und Gäste informieren
- Häufige Stolperfallen beim Wechsel
- Checkliste zum Ausdrucken
- Häufige Fragen
- Was Gastronomen über Gastro Master sagen
- Fazit & nächster Schritt
1. Bevor du startest: Was du aus GloriaFood exportieren solltest
Kurzantwort: Vier Datensätze zählen wirklich — Speisekarte, Kundenliste, Bestellhistorie und deine Liefer-Konfiguration.
Bevor du dich überhaupt für ein neues System entscheidest, lohnt sich der Export dieser vier Bereiche aus GloriaFood:
- Speisekarte: alle Gerichte, Beschreibungen, Preise, Kategorien, Varianten und Allergen-Angaben.
- Kundenliste: Namen, Kontaktdaten und — soweit vorhanden — Einwilligungen für Marketing-Kontakt.
- Bestellhistorie: wichtig für Steuerunterlagen, Auswertungen und um zu verstehen, welche Gerichte am besten laufen.
- Liefer-Konfiguration: Liefergebiete, Mindestbestellwerte, Liefergebühren-Staffeln.
Stat-Callout: 30. April 2027 — der offizielle Stichtag, bis zu dem GloriaFood laut eigener Ankündigung bestehende Kunden weiter unterstützt. Ein früher Export nimmt dir jeden Zeitdruck. Quelle: gloriafood.com.
Auch wenn du dich noch nicht entschieden hast, wohin du wechselst: Exportiere diese Daten jetzt. Ein Export kostet dich eine ruhige Stunde — ein fehlender Export kann dich Jahre an aufgebauten Kundendaten kosten.
2. Schritt 1 — Datenexport
Kurzantwort: Lade alle verfügbaren Exporte aus dem GloriaFood-Verwaltungsbereich (dem Bereich, in dem du dich einloggst und deine Karte pflegst) herunter und sichere sie zusätzlich auf deinem Computer oder in einem Online-Speicher wie Google Drive oder Dropbox.
Gehe systematisch vor: Speisekarte als Liste oder Tabelle exportieren, Kundendaten als Tabellen-Datei (CSV) sichern, Bestellhistorie der letzten 12 Monate herunterladen. Eine CSV-Datei ist einfach eine Tabelle, die sich in Excel oder Google Sheets öffnen lässt. Lege dir für jeden Bereich eine eigene Datei an, statt alles in einem unübersichtlichen Export zu sammeln — das macht dir Schritt 3 später deutlich leichter.
Mach zusätzlich Screenshots deiner aktuellen GloriaFood-Einstellungen: Liefergebiete, Preisstaffeln, Öffnungszeiten. Diese Angaben stehen selten in einem sauberen Exportformat zur Verfügung, sind aber genauso wichtig wie die Speisekarte selbst.
3. Schritt 2 — Neues System vorbereiten
Kurzantwort: Bevor die erste Speisekarten-Position eingetragen wird, sollten Zahlungsanbieter, Kassen-Anbindung und Domain geklärt sein.
Ein guter Start verhindert Nacharbeit. Kläre vor dem eigentlichen Aufbau:
- Domain: Läuft der neue Webshop unter deiner eigenen Domain oder als Unterseite?
- Zahlungsarten: Welche Zahlungsmethoden sollen angeboten werden — PayPal, Kreditkarte, Klarna, Barzahlung bei Lieferung?
- Kassen-Anbindung: Wie werden Online-Bestellungen TSE-konform in deiner Kasse verbucht?
- Zuständigkeiten: Wer im Team kümmert sich um den Umstieg — du selbst, ein Mitarbeiter, eine Agentur?
Bei Gastro Master übernehmen wir diesen Teil gemeinsam mit dir im Rahmen der Einrichtungsbegleitung, die wir individuell auf deinen bisherigen GloriaFood-Stand abstimmen.
4. Schritt 3 — Speisekarte übertragen
Kurzantwort: Die Speisekarte ist der zeitaufwendigste Teil der Migration — plane realistisch 3 bis 8 Stunden ein, abhängig von der Anzahl der Positionen.
Hier passieren die meisten Fehler bei einer Migration. Eine bewährte Reihenfolge:
- Kategorien zuerst anlegen (Vorspeisen, Hauptgerichte, Getränke, …), erst danach einzelne Gerichte eintragen.
- Fotos in guter Qualität mit übertragen — sie beeinflussen die Bestellrate messbar.
- Allergene und Zusatzstoffe pro Gericht sorgfältig prüfen, nicht nur kopieren — das ist eine gute Gelegenheit, veraltete Angaben zu korrigieren.
- Varianten (Größen, Extras) einzeln testen, bevor die Karte live geht — hier verstecken sich die meisten Darstellungsfehler.
Pull-Quote: „Die Migration ist der ideale Zeitpunkt, die Speisekarte aufzuräumen — nicht nur zu kopieren, was ohnehin schon zehn Jahre alt war."
In Gastro Master übernimmt unser Team die Übertragung deiner Speisekarte auf Wunsch komplett — inklusive Allergen-Prüfung und Varianten-Test. Viele Restaurants sparen sich damit genau diese 3 bis 8 Stunden Handarbeit.
5. Schritt 4 — Parallelbetrieb testen
Kurzantwort: Lass das neue System 1 bis 2 Wochen parallel zu GloriaFood laufen, bevor du komplett umschaltest.
Richte in dieser Phase das neue System vollständig ein, aber schalte GloriaFood noch nicht ab. Bestelle selbst testweise mehrfach durch — vom Warenkorb bis zur Bestätigung —, und lass wenn möglich auch ein bis zwei Stammgäste testen. So findest du Fehler, bevor sie ein echtes Bestellwochenende betreffen.
Prüfe in dieser Phase besonders: Kommt die Bestellung korrekt in der Küche an? Wird sie TSE-konform verbucht? Funktioniert die Lieferzonen-Logik wie erwartet? Werden Bestätigungs-E-Mails oder SMS korrekt versendet?
Bei Gastro Master begleiten wir diese Testphase aktiv mit — wir schauen gemeinsam mit dir auf die ersten Test-Bestellungen und beheben Auffälligkeiten, bevor überhaupt ein echter Gast sie zu Gesicht bekommt.
6. Schritt 5 — Umschalten und Gäste informieren
Kurzantwort: Erst wenn der Parallelbetrieb fehlerfrei läuft, wird GloriaFood von der Webseite entfernt und der neue Bestell-Link überall aktualisiert.
Der eigentliche Umschalt-Tag sollte an einem ruhigen Wochentag liegen, nicht am umsatzstärksten Abend der Woche. Zum Umschalten gehört mehr als nur der Link auf der Webseite:
- Google Business-Eintrag mit neuem Bestell-Link aktualisieren.
- Facebook- und Instagram-Bestellbutton anpassen — der alte GloriaFood-Button fällt ohnehin zum Stichtag weg.
- QR-Codes auf Tischaufstellern, Speisekarten und Pizza-Boxen prüfen — zeigen sie noch auf die alte URL, laufen Gäste ins Leere.
- Stammgäste informieren, zum Beispiel über einen kurzen Hinweis auf der Quittung oder einen Social-Media-Post.
7. Häufige Stolperfallen beim Wechsel
Kurzantwort: Die meisten Probleme entstehen nicht durch das neue System, sondern durch vergessene Altlasten — alte Links, nicht aktualisierte Google-Einträge oder eine zu knapp geplante Testphase.
- Alter QR-Code bleibt im Umlauf. Gedruckte Materialien werden oft vergessen — plane die Neuauflage von Flyern und Aufklebern gleich mit ein.
- Keine Testphase eingeplant. Wer direkt „hart" umschaltet, riskiert, dass Fehler erst bei echten Gästen auffallen.
- Kundendaten nicht rechtzeitig exportiert. Wer wartet, bis GloriaFood den Zugriff einschränkt, hat oft keine Möglichkeit mehr, verlorene Daten nachträglich zu sichern.
- Allergen-Angaben unvollständig übernommen. Gerade bei einem manuellen Neuaufbau der Speisekarte passieren hier leicht Fehler mit rechtlicher Relevanz.
Die gute Nachricht: Alle vier Stolperfallen lassen sich mit ein wenig Vorlaufzeit vollständig vermeiden. Restaurants, die zu Gastro Master wechseln, bekommen dafür eine Checkliste und eine persönliche Ansprechperson an die Seite gestellt — genau, damit keiner dieser Punkte im Alltagsgeschäft untergeht.
8. Checkliste zum Ausdrucken
Kurzantwort: Diese Checkliste fasst alle fünf Migrationsschritte kompakt zusammen — zum Ausdrucken, Abhaken und Weitergeben ans Team.
Drucke dir diese Liste aus oder häng sie in der Küche aus. So verliert niemand im Team den Überblick, welcher Schritt bereits erledigt ist.
Vor dem Start
- Speisekarte exportiert (Gerichte, Preise, Kategorien, Varianten, Allergene)
- Kundenliste als Tabelle gesichert
- Bestellhistorie der letzten 12 Monate heruntergeladen
- Liefergebiete, Mindestbestellwerte und Liefergebühren notiert
- Screenshots der aktuellen GloriaFood-Einstellungen gemacht
Neues System vorbereiten
- Domain bzw. Unterseite für den neuen Webshop geklärt
- Gewünschte Zahlungsarten festgelegt
- TSE-konforme Kassen-Anbindung geklärt
- Zuständige Person im Team benannt
Speisekarte übertragen
- Kategorien angelegt, danach Gerichte eingetragen
- Fotos in guter Qualität übertragen
- Allergene und Zusatzstoffe pro Gericht geprüft
- Varianten (Größen, Extras) einzeln getestet
Parallelbetrieb
- Neues System vollständig eingerichtet, GloriaFood bleibt aktiv
- Mehrere Test-Bestellungen selbst durchgeführt
- Ein bis zwei Stammgäste haben mitgetestet
- Küchen-Ausgabe, Kassen-Verbuchung und Lieferzonen kontrolliert
Umschalten
- Google-Business-Eintrag mit neuem Bestell-Link aktualisiert
- Facebook- und Instagram-Bestellbutton angepasst
- Alle QR-Codes (Tischaufsteller, Speisekarten, Verpackungen) geprüft
- Stammgäste über den Wechsel informiert
- GloriaFood erst gekündigt, wenn alles nachweislich stabil läuft
Wenn du diese Liste lieber mit Unterstützung durchgehst statt allein: Bei Gastro Master ist genau das Teil der Einrichtungsbegleitung, die wir mit jedem neuen Restaurant durchgehen.
9. Häufige Fragen
Wie lange dauert eine Migration von GloriaFood realistisch?
Bei guter Vorbereitung 3 bis 5 Wochen von der ersten Datensicherung bis zum vollständigen Umstieg — abhängig von der Größe deiner Speisekarte und wie viel Zeit du wöchentlich investieren kannst.
Muss ich meine Speisekarte komplett neu eintippen?
In vielen Fällen lässt sich eine bereits digitale Speisekarte importieren statt komplett neu einzutippen. Trotzdem lohnt sich eine manuelle Prüfung jeder Position, besonders bei Allergenen und Preisen.
Was passiert, wenn ich meine Daten nicht rechtzeitig exportiere?
Nach dem offiziellen Stichtag am 30. April 2027 sind Daten in aller Regel nicht mehr zugänglich — das ist so, wenn ein Anbieter einen Online-Dienst abschaltet: Server und Zugänge werden irgendwann komplett stillgelegt. Ein früher Export ist deshalb der wichtigste erste Schritt, unabhängig davon, für welches neue System du dich entscheidest.
Verliere ich während der Migration Bestellungen?
Nicht, wenn du mit Parallelbetrieb arbeitest. GloriaFood bleibt aktiv, bis das neue System nachweislich zuverlässig läuft — erst dann wird umgeschaltet.
Brauche ich für den Umstieg technisches Vorwissen?
Grundlegende Bedienung eines Verwaltungsbereichs — also der Seite, auf der du dich einloggst und deine Karte pflegst — reicht meistens aus. Bei komplexeren Punkten wie der Kassen-Anbindung übernehmen seriöse Anbieter — auch Gastro Master — die Einrichtung gemeinsam mit dir, sodass du selbst kein IT-Fachwissen brauchst.
Sollte ich GloriaFood sofort kündigen, sobald das neue System läuft?
Nicht überstürzt. Behalte den Zugriff auf GloriaFood, bis du sicher bist, dass alle Daten vollständig übertragen sind und das neue System mindestens einige Wochen stabil läuft.
Kann ich meine Speisekarte während der Migration weiter ändern?
Ja, und das solltest du sogar. Trage Änderungen aber immer zuerst im neuen System ein und pflege GloriaFood nur noch als Sicherheitsnetz nach, solange der Parallelbetrieb läuft. So arbeitest du dich schrittweise vom alten System weg, statt doppelt Pflegeaufwand zu haben.
Was kostet mich der Wechsel zu einem neuen System?
Das hängt vom Anbieter ab. Bei Gastro Master zahlst du je nach Paket zwischen 49 € und 149 € im Monat — die Einrichtungskosten besprechen wir individuell im Beratungsgespräch, abgestimmt auf deinen bisherigen GloriaFood-Stand und die Größe deiner Speisekarte.
10. Was Gastronomen über Gastro Master sagen
Über 800 Restaurants in Deutschland arbeiten bereits mit Gastro Master — viele davon sind selbst von einer Widget-Lösung wie GloriaFood umgestiegen und haben genau diesen Migrationsweg schon hinter sich. Aktuelle Bewertungen findest du auf der Übersicht unserer Google-Bewertungen.
11. Fazit & nächster Schritt
Eine Migration von GloriaFood ist kein Sprung ins kalte Wasser, wenn du sie strukturiert angehst. Die wichtigsten Punkte:
- Exportiere deine Daten zuerst — unabhängig davon, wohin du wechselst.
- Plane realistisch 3 bis 5 Wochen ein, mit ausreichend Zeit für die Speisekarte.
- Ein Parallelbetrieb von 1–2 Wochen verhindert die meisten unangenehmen Überraschungen.
- Vergiss die „Altlasten" nicht — QR-Codes, Google Business, Social-Media-Buttons müssen mit umziehen.
Wenn du beim Umstieg Unterstützung möchtest, übernehmen wir bei Gastro Master die Einrichtung gemeinsam mit dir — von der Speisekarten-Übertragung bis zur Kassen-Anbindung. Melde dich für ein kostenloses Beratungsgespräch, dann planen wir deinen Zeitplan konkret durch.
Quellen
- GloriaFood — offizielle Website, End-of-Life-Ankündigung (Stand 09/2026): https://www.gloriafood.com
- Gastro Master — GloriaFood wird eingestellt: Das musst du jetzt wissen
- Gastro Master — GloriaFood-Alternative 2026: Unsere klare Empfehlung