Speisekarte mit Bildern erstellen: 5 Regeln für mehr Bestellungen ([Praxis-Guide](/de/blog/witzige-restaurant-namen) 2026)
Von René Ebert & Sanjaya Pattiyage · · 9 Min. Lesezeit · Website & Marketing
Bei Gastro Master bauen wir seit 2019 Online-Bestellsysteme für Restaurants in ganz Deutschland. Aus den Daten unserer über 800 Kunden sehen wir täglich…
Inhaltsverzeichnis
Stell dir vor, du scrollst durch eine Lieferapp. Auf jeder Pizza-Karte siehst du nur Text: „Margherita", „Salami", „Hawaii". Du musst dir alles im Kopf vorstellen. Bei welchem Eintrag entscheidest du dich? Vermutlich bei keinem — du scrollst weiter, schaust nach einer App mit Bildern.
Highlights aus diesem Beitrag
Zwei Pizzerien, gleiche Straße in Köln, gleiche Preisspanne. Die eine hat eine Online-Speisekarte mit Text — „Pizza Margherita 9,80 €", „Pizza Salami 11,20 €". Die andere zeigt zu jedem Gericht ein Foto: dampfende Pizza auf Holzteller, frisches Basilikum-Blatt obendrauf. Welches Restaurant bekommt mehr Online-Bestellungen? Die Antwort ist nicht überraschend — aber der Größenunterschied schon: bis zu **30 Prozent mehr abgeschlossene Bestellungen** bei der Variante mit Bildern, sagen E-Commerce-Studien des Forschungsverbands Food Service.
Typisch 30–60 Euro pro Bild bei einem Standard-Shooting (5–15 Gerichte am Stück), 80–150 Euro pro Bild bei aufwendigeren Einzelaufnahmen. Tagessätze für Profis: 800–2.000 Euro je nach Region und Erfahrung. Lokale Hobby-Talente liegen darunter.
Lösung: Fotografiere am Fenster, mit indirektem Tageslicht. Vormittags zwischen 10 und 12 ist das Licht in den meisten Restaurants ideal. Falls kein Fenster verfügbar: ein einfaches Softbox-Set für 50–80 Euro tut Wunder.
Häufige Fragen
Darf ich Bilder von Lieferando oder Wolt für meine eigene Webseite verwenden?
Schwierige Rechtsfrage. Wenn du sie selbst hochgeladen hast, hast du die Rechte. Wenn der Lieferando-Foto-Service die Fotos gemacht hat, prüfe die AGB — manchmal liegt das Nutzungsrecht bei Lieferando. Im Zweifel: eigene Bilder produzieren, die du voll besitzt.
Kann ich KI-generierte Bilder verwenden?
Technisch ja, rechtlich (Stand 2026) ein Graubereich. Risiko: Wahrheitspflicht. Ein KI-Bild zeigt nicht dein echtes Gericht — wenn der Kunde nach Bestellung etwas Abweichendes erhält, riskierst du Beanstandungen. Empfehlung: Finger weg, lieber echte Fotos.
Was, wenn meine Küche schlecht aussieht für Foto-Shootings?
Profi-Fotografen kommen oft mit eigenen Untergründen, Lichtsetups und Hintergründen — die Küche selbst ist nicht das Set. Bei DIY: ein Holzbrett oder schlichter weißer Teller als Untergrund + Tageslicht am Fenster reichen.
Brauche ich Bilder auch für die gedruckte Speisekarte?
Nicht zwingend. Bei Casual-Pizzerien und Cafés ja, bei Fine-Dining nein. Mittelweg: Drucksache mit Text + QR-Code zur Bilder-Version online. Spart Druckkosten, gibt visuelle Information für die Kunden, die es wollen.
Sind Stock-Fotos wirklich tabu?
Aus Praxis-Sicht: ja. Aus rechtlicher Sicht: kompliziert. Wenn du ein Stock-Foto verwendest, das offensichtlich nicht dein Gericht zeigt (anderer Käse, andere Beilage), kannst du wegen irreführender Werbung beanstandet werden. Fazit: Lass es lieber.